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Ein Unikat geht
Die Königlich privilegierte Schützengesellschaft 1834 Floß hat eine ihrer markantesten Persönlichkeiten verloren.
Nach 68 Jahren treuer Mitgliedschaft verstarb „Buwer“, eines der langjährigsten Mitglieder. Mit ihm verliert der Verein nicht nur ein verdientes Ehrenmitglied, sondern ein echtes Original, dessen Herzblut und handwerkliches Geschick das Vereinsleben über Jahrzehnte hinweg geprägt haben.
Schon früh verschrieb sich Buwer Witzl dem Schützenwesen. Von 1965 bis 1978 wirkte er als 2. Kassier, gehörte über zwei Jahrzehnte dem Gesellschaftsausschuss an und stand der Gemeinschaft von 1998 bis 2004 als 2. Schützenmeister vor. Für seinen unermüdlichen Einsatz wurde er bereits im Jahr 2005 zum Ehrenmitglied ernannt.
Doch es war nicht nur die Gremienarbeit, die Buwer so besonders machte. Weit über die Grenzen von Floß hinaus war er für seine außergewöhnliche Schnitzkunst bekannt. Seine handgeschnitzten Schützenscheiben sind wahre Kunstwerke und zeugen von seinem enormen Geschick und seiner Geduld. Dutzende dieser Unikate zieren heute die Wände des Vereinsheims – sie sind sein bleibendes Vermächtnis und werden auch künftige Generationen an ihn erinnern.
Der Schützenverein verliert mit ihm einen Menschen, dem die Gemeinschaft wahrlich am Herzen lag. „Buwer“ war ein Unikat, ein Mann mit klarer Meinung, aber vor allem mit einem riesigen Herz für seine Schützenbrüder und -schwestern. Sein Geist und seine Werke werden im Flosser Vereinsheim weiterleben.